Wie du mit Influencer Marketing dein Image verbessern und gleichzeitig verkaufen kannst

INFLUENCER – zu deutsch Beeinflusser… aber sind sie das wirklich? Können sie tatsächlich deine Zielgruppe dazu bringen deine Marke anders wahrzunehmen und jedes beliebige zu einer Cashcow zu machen?

Unsere Antwort JEIN!

Wir lieben was Kooperationen mit Influencern bewirken können und arbeiten wahnsinnig gerne mit ihnen zusammen um Markenbotschaften zu übermitteln und Kampagnen erfolgreich umzusetzen. Es soll aber gesagt sein, dass dies nicht für alle Marken und jedes Produkt funktioniert.

Und um nachvollziehen zu können, warum das so ist muss man Influencer und ihren Wirkungsbereich verstehen. Man muss verinnerlichen, dass Influencer Menschen sind und keine Testimonials, denen man eine Summe überweist und die danach blind positive Textergüsse über das Produkt sowie Kampagnenslogans im Internet verbreiten.

Der Grund warum diese (oft) jungen Mädchen und Burschen so große Followerschaften und Online-Communities um sich scharen ist, weil sich viele Gleichaltrige mit ihnen identifizieren können und sie etwas darstellen, das man vielleicht selbst gerne wäre.

Influencer sind nahbar, sie sind ein bisschen wie die beste Freundin oder der beste Freund, ihre AbonnentInnen vertrauen ihnen, egal ob es um den neuen Rasierer, eine Hotelempfehlung oder das neue Restaurant in der Stadt.

Authentische Kooperationen und Werbung mit Influencern führt allerdings nur dann zum Erfolg, wenn der Influencer das Produkt authentisch vertritt, sich mit der Marke identifizieren kann und das Produkt im besten Fall bereits selbst nutzt.

Influencer Marketing KANN, wenn das Produkt und der Influencer gut harmonieren, sehr erfolgreich sein und so manche Produkte und Marken zu absoluten It-Pieces machen (siehe Triangl Bikini, Daniel Wellington, Kapten&Son, etc.) ! Hier ist aber insbesondere die Auswahl der Influencer von enormer Wichtigkeit um authentische und damit subtile Werbung möglich zu machen.

 

1. Wer ist eigentlich ein Influencer?

Blogger

Viele Influencer sind auch aktive Blogger. Auf ihren Websiten stellen sie je nach Nische und Thema ihres Blogs Beiträge und Erfahrungsberichte online. Durch Storytelling können sie Marken und Produkte authentisch in ihren Beiträgen integrieren. Erfolgreiche Blogger haben eine loyale Fanbase und treue LeserInnen, die ihre Beiträge regelmäßig lesen und kommentieren.

Social Media Influencer

Sogenannte Social Media Influencer haben eine große Followerschaft auf Sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder Twitter und halten diese mit regelmäßigen Beiträgen in Form von Bildern, Videos oder Texten up to date. Ihre Postings werden von ihrer Community geliked, kommentiert und auch geteilt.

Viele Blogger sind auch Social Media Influencer. Die Zielgruppen können, müssen sich allerdings auf den unterschiedlichen Plattformen nicht überschneiden. Manche AbonnentInnen konsumieren nur den visuellen Content des Bloggers auf Instagram, andere lesen auch gerne die Geschichten am Blog.

Auch Celebrities wie SchauspielerInnen, SängerInnen, Models und ModeratorInnen haben oft eine bemerkenswerte Fanbase auf den Social Media Networks und können aus diesem Grund ebenso zur Gruppe der Social Media Influencer gezählt werden.

 

2. Wie finde ich die richtigen Influencer?

Influencer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und nur weil einem das Blogdesign oder der Instagram Feed gefallen, muss dies nicht heißen, dass der Influencer gut zum Produkt oder Marke passt. Darüber hinaus ist es oft schwierig ohne einen Einblick in die Statistiken des Blogs oder der Social Media Kanäle die potenzielle Reichweite oder auch Herkunft der AbonnentInnen abzuschätzen.

Wer das Influencer Marketing inhouse verwalten möchte kann nun selbst aktiv werden, Analysen und Statistiken von den Influencern einholen, die Influencer-Landschaft in einem Segment oder einem Land analysieren und selbst eine Datenbank erstellen.

Wer hier noch unsicher ist kann sich kompetente Hilfe durch Agenturen suchen, die meist bereits über eine Influencer-Datenbank verfügen. Diese können dir dabei helfen passende Influencer, mit den richtigen Charakteristiken und Präferenzen auszuwählen oder aber auch eine ganze Influencer Kampagne inklusive Konzeptideen ausarbeiten.

In den letzten Jahren sind auch viele sogenannte Influencer Plattformen aufgepoppt, die Marken und Influencer verbinden sollen. Hier kann man als Unternehmen seine Kampagnen-Idee in einem kurzen Pitch präsentieren und hochladen und erhält danach Bewerbungen und Angebote von unterschiedlichen Influencern, die gerne an der Kampagne teilnehmen würden. Dies kann sehr gut funktionieren, kann aber auch in einer Flut an unpassenden Angeboten enden. Wir empfehlen diese Art der Kontaktaufnahme mit den Bloggern allerdings nur bei nicht-erklärungsbedürftigen Produkten beziehungsweise unkomplizierten Briefings.

Eine erfolgreiche und authentische Influencer-Kampagne steht und fällt mit der richtigen Auswahl der Influencer, aus diesem Grund raten wir dir, genügend Zeit in die Analyse zu stecken und den Influencer und das Verhalten seiner Community genau unter die Lupe zu nehmen bevor du dich für einen oder mehrere entscheidet.

Exkurs: Fake Follower und Likes

Leider haben unseriöse Influencer in den letzten Jahren damit begonnen, sich Follower, Likes, Kommentare oder Views zu kaufen und damit den Berufsstand ein bisschen in Verruf gebracht. Die Technologien und Algorithmen, die diese Fake-it-till-you-make-it-Systeme benutzen sind bereits so komplex und schlau, dass es schwierig geworden ist sie zu durchschauen.

Daher empfehlen wir Influencer immer über einen längeren Zeitraum zu beobachten und ihr Engagement und Community langfristig zu analysieren.

Einige Fragen die dir dabei helfen können:

  • Sind die Kommentare unter den Bildern beziehungsweise Beiträgen stimmig zum Thema? Sind es qualitative Kommentare oder nur Emojis?
  • Passen die Likes zur Reichweite und zur Followeranzahl?
  • Woher sind die Abonnenten?

 

3. Wie kann ich mit Influencern zusammenarbeiten?

 

Klassische Kooperationen und Advertorials

 

Hier wird das Produkt beziehungsweise die Marke auf den Kanälen der Influencer platziert und präsentiert. Einerseits kann dies auf den populären Social Media Kanälen wie Facebook, Instagram oder YouTube passieren, andererseits aber auch auf ihren eigenen Blogs.

Die Influencer binden das Produkt beziehungsweise die Marke hier authentisch durch Storytelling ein, verlinken die Markenseite oder – accounts und verwenden kampagnenrelevante Hashtags.

Influencer-Events

 

Beim Launch eines neuen Produktes beziehungsweise einer neuen Marke gibt es oft Erklärungsbedarf. Bei Influencer Events kann man diese Art der Information schnell und einfach an eine größere Gruppe von Influencern weitergeben. Durch erste Gespräche zwischen Marketingverantwortlichen und Influencern kann festgestellt werden, wer zur Marke passt und eventuell für eine Zusammenarbeit in Frage kommt.
Influencer Reisen

 

Durch eine gemeinsame Reise ist es möglich eine tiefere Beziehung zwischen den Influencern und den Markenverantwortlichen aufzubauen. So lernt der Influencer die Marke und die Philosophie dahinter besser kennen und kann die Botschaften des Unternehmens besser an seine Community kommunizieren.

Es bietet sich zum Beispiel an Influencer auf eine Reise ins Produktionsland mitzunehmen oder die Produktionsstätten zu besichtigen.

Content-Produktion

 

Influencer wissen wie der Hase läuft, sie wissen im Idealfall welche Art von Bildern gut auf Instagram beziehungsweise Facebook ankommen und wie man sogenannte Flatlays gekonnt umsetzt. Viele Influencer geben ihr Wissen gerne in Workshops weiter oder übernehmen die Content Produktion für Firmen.

 

4. Vorteile des Influencer Marketings

Authentische Einbindung durch Storytelling

Gute Influencer halten keine Produkte plump in die Kamera oder lassen sich gar Slogans in den Mund legen. Es ist ihnen wichtig kreativ zu sein, eine Geschichte zu erzählen – egal ob es sich dabei um einen privaten Beitrag oder eine Kooperation handelt. Es ist wichtig den Influencern genügend Spielraum zu geben. Sie sollen sich selbst ein Konzept überlegen, wie sie das Produkt authentisch auf ihren Kanälen einbinden und bewerben können. Man kann während diesem Prozess als Firma beziehungsweise Kunde, Anmerkungen und Wünsche äußern, es ist allerdings wichtig den Influencern in dieser Hinsicht Vertrauen zu schenken, denn nur so kann auch die Authentizität des Influencers und des Contents gewahrt werden!

Zielgruppen genauere Ansprache

Durch die Einsicht in die Statistiken und demographischen Daten der Zielgruppe kann man bereits vor eine Kooperation sehr genau herausfinden, wer die Community des Influencers eigentlich ist. Die Statistiken geben Auskunft darüber woher die Abonnenten kommen und in welchem Alter sie sind. Durch den richtigen Mix an Influencern kann man große Streuverluste vermeiden und seine Zielgruppe so sehr genau anvisieren und bespielen.

Die Reichweite wird prozentual geringer, desto größer die Followerschaft des Influencers ist. Hat er oder sie mehrere 100.000 Abonnenten, nimmt die Wahrscheinlichkeit mit der Werbung auch irrelevante Profile zu erreichen konstant zu.

Aus diesem Grund sind wir auch große Fans von Micro-Influencern. Diese haben zwar eine vergleichsweise kleinere Community, dafür ist diese aber in sich sehr homogen und meist auch besonders loyal. Darüber hinaus erfreuen sie sich meist über sein sehr starkes Engagement.

 

Exkurs: Die wichtigsten KPI’s des Influencer Marketings

Je nachdem welche Art der Kooperation mit einem Influencer umgesetzt wird, werden unterschiedliche KPIs zur Erfolgsmessung herangezogen.

Websiten Daten bei Advertorials auf Blogs

Seitenaufrufe: Diese Zahl verrät wie oft die Seite (der Beitrag) aufgerufen wurde.

Verweildauer auf der Seite: An dieser Zeitangabe lässt sehr gut ableiten, ob der Beitrag tatsächlich gelesen oder einfach nur „geklickt“ wurde.

Social Media Statistiken bei Postings auf Instagram

Engagement: Die Anzahl der Abonnenten, die mit dem Beitrag interagiert haben (in Form von Likes oder Kommentaren).

Reichweite: Die Anzahl der Abonnenten, die den Beitrag gesehen haben.

Views und Linkklicks: Diese Kennzahlen sind insbesondere bei Instastories relevant und zeigen die Anzahl der User, die die Instastories angesehen haben, beziehungsweise der Verlinkung gefolgt sind.

Conversion Rates und Tracking Links

Um tatsächliche Verkäufe und Conversions zu ermitteln, ist es ratsam während der Kampagne Tracking Links für die einzelnen Influencer bereitzustellen, da so am einfachsten und präzisesten zugeordnet werden kann, welche Leads oder Verkäufe durch die Influencer-Kampagne generiert werden konnten.

 

Influencer Marketing ist ein tolles Tool um Markenbotschaften glaubwürdig zu kommunizieren, man darf allerdings nicht vergessen, dass hinter den Accounts echte Menschen stecken, die eine Meinung haben und diese auch vertreten (wollen). Eine gute Zusammenarbeit mit Influencern geschieht auf Augenhöhe und mit Einbezug der Influencer selbst.

Falls du mehr über Influencer Marketing erfahren möchtest oder vielleicht selbst gerade in der Planung einer Kampagne steckst, schick‘ uns doch gerne ein Mail und wir finden gemeinsam die passenden Influencer für dein Produkt!

 

 

 

Sophie Forster

Author Sophie Forster

Sophie ist selbst Influencerin und kennt daher die österreichische Bloggersphäre wie ihre Westentasche. Sie hat nach der Matura IBWL an der WU Wien studiert und danach erste Erfahrungen im Bereich Social Media Management gesammelt, bevor sie sich gemeinsam mit Alina und Ena als #teamsoso selbstständig gemacht hast.

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