Wie du die/den richtige/n InfluencerIn auswählst

Im letzten Blogpost hat euch Vicky von Mikro Influencern erzählt und warum diese so viel Potential haben. Wie wählt man aber nun die/den „richtige/n“ InfluencerIn im Allgemeinen aus? Nehme ich den oder die Größte, die ich kenne? Den oder die mit den meisten Likes? Oder den schönsten Fotos?

Wir haben euch einige Kriterien aufgelistet, die euch helfen, die/den richtige/n InfluencerIn zu erkennen:

  • Brand Fit

Bevor du eine/n InfluencerIn buchst, stell dir eine Frage: Passt sie oder er zu deiner Marke? Vielleicht folgt sie oder er dir und deiner Marke sogar bereits und/oder nutzt sie selbst privat. Wenn nicht, schau dir an, ob die Werte zusammenpassen. Immerhin möchtest du, dass sich das positive Image der InfluencerInnen auf deine Marke überträgt – deswegen ist es wichtig, dass ihr zusammenpasst.

  • Sind die Zahlen echt?

Leider gibt es auch unter InfluencerInnen schwarze Schafe, die Follower und Likes kaufen. Um authentische BloggerInnen zu finden, lohnt es sich deswegen, zwei Mal hinzuschauen: Schau dir an, wie hoch das Engagement ist, bzw. wie viele Kommentare unter einem Bild stehen. Das ist nicht immer ein handfester Beweis für gekaufte Follower, kann aber helfen. Schau dir auch die Follower an – sind das Accounts die anderen Accounts folgen aber selbst kaum AbonnentInnen haben? Dann könnte es sich um einen Fake-Account handeln. Du kannst auch mit Tools wie Influencerdb oder Socialblade nutzen, um die Auskunft über die Follower zu holen.

  • Wer ist die Zielgruppe?

Lass dir vor einer Kooperation das Mediakit schicken, darin erkennst du, wer die Zielgruppe auf dem jeweiligen Kanal ist. Kommt sie aus Österreich oder vermehrt aus anderen Ländern? Wie alt ist sie und ist sie eher männlich oder weiblich? Möchtest du deine Zielgruppe ansprechen oder vielleicht bewusst mit BloggerInnen zusammen arbeiten,  um eine neue Zielgruppe zu erreichen und einen neuen Markt zu erreichen?

  • Ist der Content qualitativ hochwertig?

Nimm die einzelnen Postings deiner bevorzugten InfluencerInnen unter die Lupe: Wie gefällt dir die Qualität des Contents? Wirkt es auf dich so, als wenn Zeit und Gedanken in den Post geflossen sind? Wie reagieren die Fans denn darauf? Sind sie genauso begeistert wie du?

  • Welches Budget steht dir zur Verfügung?

InfluencerInnen sind DienstleisterInnen, deren Arbeit vergütet werden muss. Ob diese Vergütung in Form von Dienstleistungen wie Reisen, Hotelaufenthalten, Produkten oder monetär stattfindet, ist Abmachungssache – dennoch vertreten wir den Standpunkt, dass jede Arbeit entlohnt werden muss. Viele BloggerInnen machen ihren Job hauptberuflich und können ihre Mieten nicht in Taschen oder Hotelübernachtungen bezahlen. Die meisten Honorare setzen sich aus einer Mischung aus Aufwand, Art des Contents, Reichweite, Plattform, Nutzungsrechten und dem Stundenlohn zusammen. Auch die Branche und Nische kann einen Preis bestimmen. Wenn du dich dafür entschieden hast, mit InfluencerInnen zusammen zu arbeiten, hast du bestimmt im Vorhinein bereits ein Budget festgelegt. Umso größer der/die Influencer/in, desto höher ist normalerweise das Honorar. Frag doch einfach nach dem Mediakit bzw. nach dem Honorar für Leistungen XY. Alternativ kannst du auch nachfragen, welche Leistungen für Summe X möglich sind – oftmals haben InfluencerInnen gute Erfahrungswerte, welche Plattformen für welches Produkt am meisten Sinn machen. Erklärungsbedürftige Produkte sind oftmals auf dem Blog oder YouTube besser aufgehoben, als in einem Instagrampost. Das neue Shirt lässt sich dafür auf einem Foto gut in Szene setzen!

  • Wie wurden bisherige Kooperationen umgesetzt?

Schau dir doch an, wie Kooperationen bisher umgesetzt wurden. Mit welchen Marken hat der/die InfluencerIn bereits zusammengearbeitet und wie wurde das Produkt oder die Dienstleistung präsentiert und integriert? Ist es ein liebloser Post oder stecken da Gedanken und Zeit dahinter? Wenn dir das, was du siehst, nicht gefällt, dann überdenke eine Kooperation lieber nochmal.

Und am Ende hör auch ein wenig auf dein Bauchgefühl. Wenn du dazu noch die oben genannten Tipps beherzigst, dazu noch ein gutes Briefing erstellst steht einer erfolgreichen Kooperation (fast) nichts mehr im Wege!

Alina Heiner

Author Alina Heiner

Alina hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht - während ihres Studiums in Berlin hat sie bereits Blogger in Deutschland und Österreich betreut, um sich danach mit der Agentur einen Traum zu erfüllen. Um ihr Wissen im Social Media Bereich zu vertiefen, absolvierte Alina ein Masterstudium in Digital Business, welches sie 2018 abschloss.

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